Stressbewältigung - Krisenbewältigung

 

Stress ist ein weit verbreitetes Alltagsphänomen, dessen zunehmende negativen Auswirkungen auf Personen und Unternehmen mittlerweile auch die Politik beschäftigt (Stressreport der Bundesregierung 2012). Leider wird das Phänomen Stress häufig in Verbindung gebracht mit psychischer Krankheit, was den Umgang damit für viele Betroffenen nicht gerade erleichtert.

 

Für mich ist Stress zuallererst einmal ein Zeichen für Engagement. Menschen die Stress haben, haben in der Regel auch Ziele und wollen für sich oder Andere etwas Gutes erreichen. Für dieses Engagement verdienen sie Respekt und Anerkennung. Stress ist eine sehr ursprüngliche Reaktion unseres Organismus, um uns in Leistungsbereitschaft zu versetzen, um Herausforderungen bewältigen zu können.

 

Was wir aber heute häufig unter Stress verstehen, sind die Auswirkungen davon, dass es uns trotz erheblicher Anstrengung nicht gelingt, die gewünschten Ziele zu erreichen. Diese Auswirkungen betreffen uns als Menschen in unserer Ganzheit, unseren Körper, unsere Gefühle und unsere Gedanken, unsere Sicht auf uns selbst und unsere Sicht auf die Umwelt.

 

Stressmanagement bedeutet für mich wieder in eine Position von Gestaltungsmacht zu kommen. In einem ersten Schritt kann dies auch nur simuliert werden, um dann nach und nach eine Haltung von Sicherheit und Zuversicht aufzubauen.

Im zweiten Schritt müssen Ziele, Wege und vorhandene Ressourcen auf den Prüfstand gestellt werden. Dieser Schritt kann möglicherweise auch schmerzliche Entscheidungen beinhalten, weil man andere Wege nehmen muss oder sich möglicherweise auch von perfekten Sehnsuchtszielen lösen muss.

Stressmanagement bedeutet für mich auch immer, sich vor den hohen Sehnsuchtszielen zu verbeugen und gleichzeitig die Endlichkeit eigener Gestaltungsmacht anzuerkennen, sich dem Möglichen zuzuwenden, um Bestmögliches zu erreichen.

 

Anregungen und Fragen: Info(at)personalentwicklung-stoecker.de