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Führung - Vertrauen - Kontrolle

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser, soll Stalin gesagt haben. Vertrauen ist, wie Stalin richtig erkannte, ein Risikofaktor. Was Stalin nicht sagte, dass Vertrauen auch Teil menschlicher Lebensqualität ist und mit Freiheit und Verbundenheit unmittelbar einhergeht. Die DDR ist, unter anderem, daran zugrundgegangen, dass ein großer Teil der vorhandenen Ressourcen für Kontrolle „verschwendet“ wurde. „Wir wollten die Menschen zu Ihrem Glück zwingen. Das Glück ist gegangen, der Zwang ist geblieben“ (Quelle: Interview Schabowski?).

 

Führung ohne Vertrauen ist Freiheitsberaubung. Führung ohne Kontrolle ist leichtsinnig. Jede Übertragung von Aufgaben und Befugnissen braucht ein angemessenes Verhältnis von Vertrauen und Kontrolle. Je besser die Führungskraft Mitarbeitende kennt, ihre Kompetenzen und Neigungen, umso besser kann die Balance zwischen Vertrauen und Kontrolle gelingen.

 

Vertrauen und Kontrolle stehen sich immer reziprok gegenüber, je mehr das Eine, umso weniger das Andere. Vertrauen wird geschenkt, muss wachsen, braucht Zeit und es bleibt immer ein Restrisiko. Kontrolle wird durch die Digitalisierung immer einfacher… und hat häufig schleichende Nebenwirkungen wie z.B. ein Weniger an kreativer Freiheit und Bindung in Unternehmen.

 

„Solange man Schloss und Riegel braucht ist nichts wirklich sicher.“

„Solange man Strick und Schnur braucht ist nichts wirklich verbunden“

(Laotse, Tao Te King  in Wolfgang Metzger, Schöpferische Freiheit, S.68).

 

Ich erfreue meine Mitmenschen immer wieder gerne mit Gedanken und manchmal  auch steilen Thesen, deren Diskussion mir wichtiger erscheint als deren Wahrheit. Herzlich willkommen zum Gedankenaustausch.

Ihr Thomas Stöcker