Ursachen und Folgen schwieriger Mitarbeitergespräche

Schwierige Gespräche und ihre Folgen

Es gibt wahrscheinlich hundert und mehr Gründe, warum Mitarbeitergespräche schwierig verlaufen. Der kleinste gemeinsame Nenner ist der, dass wir im Gespräch ein bestimmtes Ziel erreichen wollen, aber erleben müssen, dass es uns nicht gelingen will.

 

Die Folge ist steigende emotionale und zwischenmenschliche Anspannung. Sie würden gerne ein ruhiges und sachliches Gespräch führen, aber der Gesprächspartner oder Sie selbst fahren aus der Haut. Sie wollen jemanden dazu bewegen, etwas zu tun und die andere Person lässt Sie einfach abblitzen. Sie haben so gute Argumente, aber Ihr Gesprächspartner will es einfach nicht einsehen.

Es gibt in vielen dieser Situationen ein ähnliches Muster. Sie wollen ein Ziel erreichen und erleben den Gegenüber nicht als Kooperationspartner, sondern als Hindernis oder Barriere.

 

Das erzeugt Stress, Unter Stress werden Menschen ärgerlich ungehalten und versuchen die Barriere mit einem mehr an Krafteinsatz zu überwinden. Mehr Argumente, lautere Argumente, persönliche Angriffe… . Manchmal gelingt dies sogar. Viele Menschen reagieren auf Druck aber mit Widerstand. Sie machen sich ebenfalls stark, werden bockig, uneinsichtig. Ab einem bestimmten Punkt geht es im Gespräch gar nicht mehr um die Sache, sondern nur noch darum, das eigene Gesicht zu wahren und zu klären, wer als Sieger oder Verlierer aus diesem Gespräch hervorgeht. "Wer ist hier der Stärkere".

 

Als Führungskraft mit Macht ausgestattet ist es relativ leicht, gegenüber Mitarbeitenden als Gewinner hervorzugehen. "Basta", "Alternativlos". Doch der kurzfristige Sieg kann mittel- und langfristig Guerilla-Strategien nach sich ziehen. Vordergründig wird den Argumenten und der Macht nachgegeben, „ Jaja“ und gleichzeitig wird der Kampf verdeckt weitergetrieben. „Wir werden dem Chef schon beweisen, dass es nicht geht.“

 

Die Resultate vieler Gespräche sind häufig ernüchternd. Statt in der Sache einem Ziel näher zu kommen, hat man zusätzlich noch die Arbeitsbeziehung belastet. Wer diese Erfahrung mehrmals gemacht hat, hat eine verständliche Aversion gegen solche Gespräche und versucht ihnen möglichst aus dem Weg zu gehen. Leider ist dies häufig nur eine zweitbeste Lösung, da man die Möglichkeiten auf andere Einfluss zu nehmen, nicht nutzt.

 

Wie man die Chancen für konstruktive Gespräche, auch unter schwierigen Rahmenbedingen erhöht, folgt im nächsten Beitrag

 

Viel Spaß beim Lesen. Thomas Stöcker

 

 info(at)personalentwicklung-stoecker.de


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